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Leodissimo Febr. 2011

Leodissimo im Februar 2011

 

Am 18. Februar trafen sich die Hobby-Köche/innen wieder bei Bastert´s, um das angekündigte Wild-Menue zu bereiten und anschließend der Verdauung zuzuführen.

Als Starter wurden zunächst Käseblätter mit Schinken und Rucola zubereitet. Sahne cremig schlagen, mit Speisestärke abbinden und dünne Plätzchen auf´s Backblech streichen. Den Schinken in kleine Würfel schneiden, mit Parmesan vermischen und die Plätzchen damit belegen. 5 Min. backen, lauwarm servieren und mit einem Schluck 2008er Rödelseer Schloßberg genießen. So sollte ein Einstieg in eine Kochrunde aussehen.

Derart motiviert machte sich die zweite Gruppe an die Vorspeise, die da lautete: Crostini mit gebratenen Kräutersaitlingen. Die Kräutersaitlinge in ca. 5 cm große Stücke schneiden, Schalotten und Knoblauch fein würfeln und mit den Pilzen kräftig anbraten. Etwas Creme frâiche unterziehen und mit Kümmel und ital. Kräutern abschmecken. Zeitgleich war Blätterteig ausgerollt und mit Frischkäse bestrichen worden. Darauf wurde Schinken, Gouda und Schnittlauch verteilt und aufgerollt. Von der Rolle 2 cm große Scheiben abschneiden und backen.

Beides zusammen, diesmal von einem 2008er Rödelseer Küchenmeister begleitet, setzte die Erwartung an den Hauptgang nur noch höher. Die Drei, die sich daran machten, wollten dieses Ergebnis toppen.
In der Menuefolge stand jetzt ein Wildschweinrückenfilet mit Spätzle und lauwarmen Pilztatar an. Zunächst ging es an die Zubereitung des Pilztatars und der Spätzle. Da es z.Zt. außer Champignons und Austernpilzen keine frischen Pilze gibt, mussten diese für das Tatar herhalten. Was ihnen aber vorzüglich gelang. Der Spätzleteig wurde vorbereitet, um die Spätzle später im Bratenfett wenden zu können. Das Wildschweinfilet von allen Seiten pfeffern und mit Speckstreifen in einer großen Pfanne mit erhitztem Rapsöl ganz scharf anbraten. Im Bratenfett Rosmarin mit Wacholderbeeren und Schalotten rösten. Danach das Filet in Alufolie einschlagen und der Restwärme der erhitzten Kochplatte überlassen. Die zwischenzeitlich gar gewordenen Spätzle im Bratenfett wenden und mit dem Filet und Tatar anrichten. Dazu ein trockener 2008er Spätburgunder aus Franken. Dirk und Sabine Bastert hatten maßlos untertrieben. Das Fleisch löste sich schon beim geringsten Druck der Zunge gegen den Gaumen auf. Die Spätzle und das Tatar passten vollkommen dazu. Aber das war noch nicht alles. Es sollte noch einen Mokka-Joghurt-Flip mit einem Marzipanlöffel als Dessert geben.
Dazu wurde aus Marzipan ein Kaffeelöffel geformt und knusprig braun gebacken. Den Mokka-Joghurt in Gläsern schichtweise mit Vanille- und Mokkajoghurt und Kirschkonfitüre aufbauen und auf die Sahnehaube oben quer den Marzipanlöffel legen. Gut, dass Sabine noch einen richtigen Löffel daneben gelegt hatte, denn der Marzipanlöffel war so lecker, dass er nicht lange vorhielt.

Zum Schluss holte Dirk noch eine trocken ausgebaute Spätlese eines Grauen Burgunders aus seinem schier unerschöpflichen Keller und beendete so einen ebenso schönen wie leckeren Abend.


Ullrich Wellmann